Die Couch kann dem Gewicht der Familie nicht standhalten und bricht in den Boden.
In der Springfielder Elementary School.
FrauKrabappel: Bart? Bart: Hä? Frau Krabappel: Keine weiteren Störungen während Martins Buchbesprechung. Martin:<imitiert Hemingway> Du tötest mich. Nie habe ich etwas Größeres oder Edleres gesehen, als dich Bruder. Komm schon und töte mich. Es ist mir gleich, wer wen tötet. Einen Fisch fangen, einen Stier töten oder ein Weib legen, das ist Leben! Ich danke euch. Frau Krabappel:<begeistert> Bravo! Fabelhaft! Ganz hervorragend! Da gab es eben Momente, da dacht ich tatsächlich du wärst Hemingway. Martin: Oh bitte, nenn mich Papa. Bart: <zu Martin> Ein bisschen Ketchup für dien Arschbacken, Papa? Frau Krabappel: <streng> Ich bitte um Ruhe. Wir haben noch Zeit für eine weitere Besprechung. Bart Simpson! Bart:<fluchend> Oh nein! Frau Krabappel: Hast du deine Buchbesprechung über die Schatzinsel fertig? Bart:<selbstsicher> Ob sie fertig ist? Was für eine Frage. Freunde bereitet euch auf eine Sensation vor. [geht vor zur Tafel] Nun, wie Mrs. Krabappel bereits erwähnte, ist der Titel des Buches [schreibt "Treasure Island" an die Tafel], welches ich besprechen soll, die Schatzinsel. Es handelt vor allem von [sieht auf sein Buch, auf dem ein Pirat mit einer Augenklappe, einen Goldzahn und einen Papagei auf der Schulter]…Piraten…Piraten..äh mit schwarzen Augenklappen und..äh.. glänzenden Goldzähnen und grünen Vögeln auf den Schultern. Dazu wär’ noch zusagen, das Buch stammt von einem Burschen namens Robert Lewis Stevensen und es wurde verlegt von dem guten McRohill. So, und jetzt die Testnote. Auf der Simpsons-Skala von 1- 10, wobei 1 das Allerletzte ist und 5 guter Durchschnitt, da gebe ich dem Buch [nimmt ein Stück Kreide und schreibt eine 9 darauf] eine 9. Ähem. Noch Fragen? [3 Leute melden sich] Nein? Dann setzt’ ich mich. Frau Krabappel:<ratlos> Bart?! Hast du das Buch gelesen? Bart: Mrs. Krabappel, das ist ’ne Kränkung. Ist das hier eine Buchbesprechung oder ’ne Hexenjagd? Frau Krabappel: Vielleicht bist du ja so freundlich und verrätst uns mal den Namen des großen Piraten. Bart:<denkt> Schwarzbart. Käpt’n Nemo. Käpt’n Huck. Long John Silver. Blaubart. [zu Krabappel] Blaubart? Frau Krabappel: Das reicht. Wir sprechen uns nach der Stunde. Bart:<fluchend> Oh nein.
Die Kamera wechselt vor die Tafel des Klassenzimmers. Es scheint Nachmittag zu sein, da nur noch Bart und Frau Krabappel im Zimmer sind. Bart muss den Satz „I will not fake my way through life” immer wieder an die Tafel schreiben.
Frau Krabappel: Seit Beginn des Schuljahres werden deine Noten immer schlechter. Bist du dir dessen bewusst? Bart: Ja, Ma'am. Frau Krabappel: Und denkst du an die morgen entscheidene Arbeit über die amerikanische Kolonialzeit? Bart: Ja, Ma'am.
Bart versteht aus dem Mund von Mrs. Krabappel nur „blablablalbal“
Bart: Ja, Ma'am. Frau Krabappel:<schreiend> Bart?! Du hast kein Wort von dem verstanden, was ich dir gesagt habe. Bart: Doch, Ma'am. Frau Krabappel: Was hab’ ich den gesagt? Bart:<ratend> Äh? Reiß dich zusammen und tu was. Frau Krabappel: Ach was, das hast du doch nur geraten.
Das Bild wechselt ins Noise Land VideoArcade. Bart spielt an einen Automat ein Videospiel.
Bart:<anfeuernd> Ja nimm’ das, Oma! Versteck dich im Wandschrank. Oh nein, tödliche Mottenkugeln. Oh oh, erwischt. Automat: 12400 Punkte. Das ist das Niveau eines undankbaren Enkels. Versuch’s noch mal wenn du dich traust. Hihi Bart:<lachend> Wah, wuah. Also noch’n paar Runden, und dann wird gebüffelt.
Im Wohnzimmer der Simpsons. Bart, Maggie und Lisa sitzen auf der Couch und schauen eine Itchy & Scratchy Episode.
Bart & Lisa:<lachend> Hahaha. Marge: Die Suppe steht auf dem Tisch, beeilt euch, sonst kriegt sie so ’ne widerliche Haut. Homer: Oh, bloß das nicht. Kommt Kinder! Bart: Ok, gleich nach dem Essen wird tüchtig rangeklotzt.
Das Bild wechselt in die Küche der Simpsons. Dort essen Homer, Bart, Maggie und Lisa. Marge kocht währendessen weiter.
Homer:<zu Marge> Marge, holst du mir bitte noch ein Bier? Marge: Gleich, Homer. Lisa hat gute Neuigkeiten. Lisa:<genervt> Interessiert ihn doch gar nicht. Homer: Ja natürlich, aber ich möchte die Neuigkeit mit einem Bier runterspülen. Marge?! Marge:<streng> Homer!!! Homer: <ängstlich> Uh? Marge: Sag es ihm, Lisa. Lisa: Dann sag’ ich’s. Ich hab’ eine 1 in Wortschatz gekriegt. Homer:<stolz> Was? Hast du wirklich? Also das ist doch…wow, was für ein herrlicher Tag. Lisa, gib mir die Arbeit.
Homer klebt die Arbeit an den Kühlschrank und überklebt dabei ein Bild von Bart.
Homer:<fröhlich> Ich bringe sie gleich mal rüber zum Kühlschrank. Und wenn ich dann schon mal da bin, kann ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Bart:<wütend> He Mann, was soll denn das. Da war meine Arbeit drunter. Homer: Hehe. Was für ein putziges kleines Vieh. Oh, da fällt mir ein jetzt ist einer der großen Gorillafilme im Fernsehen. Na los, Junge. Bart:<unsicher> Ich weiß nicht, Dad. Ich sollte lieber…
Homer zieht Bart ins Wohnzimmer. Dort sitzen die 2 vor dem Fernsehen.
Homer: Uh. Gorilla der Eroberer. Der Urgroßvater aller Gorillas. Bart: Also meinetwegen, aber nicht länger als eine Stunde. Homer:<weinend> Uhihuh. Das ist einfach unfair. Bloß weil er anders ist. Bart: So, und jetzt wird es Zeit für meine Bücher. Homer: Hehe. Du zündest wohl die Kerzen an beiden Enden an, was Junge?
In Barts Zimmer. Es ist schon dunkel, also wird der Schreibtisch, an dem Bart lernt, von einer Lampe beleuchtet.
Bart: Ok, also los, dann mal ran an die Arbeit. Ähm, Kapitel 1: Der Traum von der Freiheit. Am 15. September 1622 verließen puetanische Separatisten der Kirche von England, darunter einige Holländer, den Hafen von Plimes. [gähnt und schließt langsam die Augen] Ihr Ziel war…[vor Müdigkeit fällt er mit dem Kopf auf sein Buch und schläft ein]
Homer steht im Türrahmen.
Homer:<flüsternd> Pssst, Marge, komm und sieh dir das an. Marge: Oh, der kleine Tiger gibt sich so viel Mühe. Warum schaft er’s trotzdem nicht? Homer: Ich glaube, er ist Geistig etwas unterbelichtet.
Am nächsten Morgen in Barts Zimmer.
Marge: Bart? Schätzchen du verpasst noch den Bus. Bart: Oh oh.
Das Bild wechselt in den Bus. Bart und Lisa steigen gerade ein.
Otto:<zu Bart> Hey Kumpel, du siehst ja aus wie gestorben. Bart: <besorgt> Bin ich auch. Ich hab’ heut ’ne wichtige Prüfung und keine Ahnung kannste nicht einen Unfall bauen?
Otto: Oh tut mir Leid, mein Freund, das ist gegen die Vorschriften, aber vielleicht hilft der Zufall. Bart: Was soll’s. Nur keine Panik. Sicher dir nen Eierkopf, leier ihm die Lösung raus und schon hast du’s geschafft Sherri: <zu Terri> Sieh mal den da! Ich wette, der hat wieder nichts gelernt. Terri: <zu Sherri>Pass auf. Er wird gleich versuchen, sich bei uns einzuschleimen. Sherri: Da hat er sich aber geschnitten der Doofkopf. Bart: <zu Terri & Sherri> Morgen ihr Süßen Terri & Sherri: <im Chor> Guten Morgen, Bart. Bart: Sagt mal, soll ich euch nicht ein bisschen abfragen? Also ich fang an. Wie heißt das Schiff, mit dem die Pilger gekommen sind? Sherri: Die Spirit of St. Louis. Bart: Und wo sind sie gelandet? Terri: Im sonnigen Alkabulko. Bart: Warum haben sie England verlassen? Sherri: Wegen der Riesenratten. Bart: Uh ja, da kommt Leben in die Geschichte.
Martin bemerkt, dass Sherri und Terri Bart nur reinlegen wollen. Als sie aus dem Bus steigen, teilt er es ihm mit.
Martin: Als dein natürlicher Feind könnte es mir ja egal sein, aber die Informationen, die du gerade über die Koloniale Ehre Amerikas erhalten hast, sind irreführend. Bart: <erstaunt> Du willst damit sagen… Martin: Ein Schimpanse mit verbundenen Augen und einen Bleistift zwischen den Zehen hat mehr Chancen durch die Prüfung zu kommen, als du. Bart: <traurig> Vielen Dank für diesen Tipp.
Die Schulglocke läutet und die Kinder gehen in die Schule. Danach wechselt das Bild in Barts Klassenzimmer, wo Frau Krabappel gerade die Arbeiten austeilen möchte.
Frau Krabappel: So Kinder, lasst es rumgehen und nimmt euch jeder eins.Wenn ihr Schwierigkeiten habt, geht zur der nächsten Frage weiter. Bart:<währenddessen denkend> Na Simpson, unter Druck hast du immer die besten Ideen.
Bart fällt vom Stuhl und täuscht eine Krankheit vor.
Frau Krabappel: <genervt> Was soll das Bart? Bart:<schmerverzehrt> Gar nichts. Ich schreeiibb..jeetzt..den Test.
Fällt vor Schmerzen auf den Boden. Danach wechselt die Kamera vor das Klassenzimmer. Bart hält sich zunächst noch den Bauch, als er jedoch merkt, dass er unbeobachtet ist, hört er auf die Krankheit vorzutäuschen. Kurz vor dem Krankenzimmer macht er mit seinem Schauspielstück natürlich weiter.
Bart:[pfeift] <schmerzverzehrt> Oh, oh, oh. Schulschwester: Was hast du, mein Junge? Bart: <schmerzverzehrt> Oh, ich habe furchtbare Schmerzen, ganze schlimmes Bauchweh.
Die Schulschwester holt ein Buch und blättert darin. Schulschwester: Oh ja, davon habe ich schon mal gehört. Spürst du einen stechenden Schmerz im Arm? Bart: In beiden, Mam. Schulschwester: Vorübergehender Verlust der Sehkraft? Bart:<täuscht Blindheit vor> Oh, wer spricht da? Treten sie bitte näher.
Danach wechselt das Bild in Barts Zimmer. Er liegt im Bett und isst gerade. Dann läutet er mit einer Glocke woraufhin seine Mutter kommt.
Marge: Ja mein Guter? Bart:<zögerlich> Vielleicht noch ’ne Portion, ’ne Doppelportion Capuccino-Mocca. Marge:<gutgläubig> Oh, dein 3. Becher. Ich glaube, du bist auf dem Weg der Besserung. Kann ich dir noch etwas bringen? Bart: Hm..vielleicht noch die Glotze. Marge: Aber natürlich. Homer… Homer:<genervt> Was den? Marge: Bring den Fernseher rauf, Bart kann wieder sehen. Homer:<fluchend> Gerade jetzt! Mist, ich wünschte ich hätte Muskelschwund. [trägt den Fernseher die Treppe hinauf]
Ein kleiner Zeitsprung. Lisa und Maggie sitzen bei Bart im Bett, der immer noch seine Krankheit vortäuscht.
Lisa: Alles wissen, dass du simulierst Bart. Bart:<selbstsicher> Dann sollten sie lieber alle die Klappe halten. Lisa:<genervt> Früher oder später fällst du doch durch die Geschichtsprüfung.
Bart nimmt den Telefonhörer ab.
Bart:<selbstsicher> Ich hab’ meine Verteidigung ausgebaut. [in den Hörer] Hey Milhouse, was hab’ ich heute versäumt. Milhouse:<in den Hörer> Nicht viel. Richard ist vor lachen die Milch aus der Nase gelaufen. Bart:<in den Hörer> Ach was, was du nicht sagst. Wie war die Geschichtsprüfung? N’ Kinderspiel was? Wie ist deine Antwort auf Frage 1? [schreibt die Antwort auf einen Zettel] Aha. Frage 2? Ahja, klingt richtig. [Snowball kommt ins Bild und tastet mit der Pfote auf das Blatt]
Vermutlich am nächsten Tag holt Bart die Prüfung nach. Er sitzt an einem Tisch, während Mrs. Krabappel neben ihm steht.
Bart:<überzeugend> Bitte sehr, Mrs. Krabappel. Ich hoffe sehr, sie werden sehr überrascht sein. Frau Krabappel:<streng> Das ist ja noch schlimmer, als die Arbeit, die Milhouse abgeliefert hat. Bart Simpson, ich hab’ dich gewarnt. Das war deine letzte Chance.
Danach wechselt das Bild. Im Klassenzimmer sitzen Marge, Bart, Homer und Mrs. Krabappel. Ein Schulpsychiater kommt herein.
Frau Krabappel: Mr. und Mrs. Simpson Sie kennen ja bereits unseren Schulpsychiater J. Loren Pryor. Homer: Hallo, Dr. Jay. J. Loren Pryor: Ich glaube, was hier vorliegt, ist ein klassischer Fall von, wie’s der Laie ausdrückt: Versagensangst. Im Resultat ist Bart ein Minderleister und er scheint auch noch…äh…wie soll ich sagen…äh ja…stolz drauf zu seien. Eines seiner Probleme mag seine kurze Aufmerksamsspanne sein, die dazu führen kann. [man hört es aus der Sicht von Homer] blablabla… Frau Krabappel: Also, Bart hat seine letzten 4 Prüfungen in Geschichte geschmissen. Gibt es irgendetwas, was du uns vorenthälst? Bart:<ratlos> Nein. J. Loren Pryor:<unterbricht Bart> Jeder andere Schüler aus deiner Klasse hat in irgendeiner Weise in dem einem oder anderen Gebiet Fortschritte gezeigt, aber du überhaupt nicht. Wie kommt das? Bart:<ratlos> Nein. Keine Ahnung. Frau Krabappel: Sieh dir mal deine Leistung an. 55, 42 und 12 von jeweils 100 möglichen Punkten. Bart:<aufgebracht> Schon gut, schon gut. Warum reden wir um den heißen Brei. Ich weiß es, Sie wissen es, ich bin dumm, dumm wie ein Scheunentor. Ich freu’ mich auch nicht drüber. Marge:<beruhigend> Nicht doch, Bart. Du bist nur ein Spätsünder. J. Loren Pryor: Ich wünschte, es wäre so einfach. So beschämend und psychisch lähmend es auch sein mag, ich fürchte, mein Rat an Bart Simpson muss Lauten: Wiederholen wir die 4. Klasse. Bart:<noch aufgebrachter> Was? Ich will nicht sitzen bleiben. Ich werde mich bessern, ich versprech’s. Frau Krabappel: Versprechung, Versprechung… J. Loren Pryor: <gleichzeitig mit Krabappel> Ja, am… Marge:<einsichtig> Naja, vielleicht würde ihm die Wiederholung wirklich weiterhelfen. So schlimm ist das nicht, Bart. Bart:<immer aufgebrachter> Nein, es ist mir Ernst, ihr dürft mich nicht sitzen lassen. Seht mir in die Augen, seht ihr diesen Ernst, seht mir meine Entschlossenheit, sehr ihr meine panische Angst? Gott ist mein Zeuge, ich werde die 4. Staffel schaffen. Homer: Und wenn doch nicht, dann ist er wenigstens der Größte in seiner Klasse. Marge:<nicht gerade begeistert> Hrm…
Das Bild wechselt in den Bus. Otto scheucht gerade die Kinder heraus.
Otto:<genervt> Macht ’ne Fliege ihr kleinen Biester oder ich mach’ euch beine. Bart:<zu Otto> Otto, dich find’ ich gut. Bei dir dürfen wir immer Sachen auf andere Autos schmeißen und du fährst ’nen heißen Reifen durch die Kurven Otto: Aber die alte Karre will nie umkippen was? So, was hast du auf dem Herzen Bartimaus? Bart:<zögerlich> Naja, ich hab’ in letzter Zeit alle Prüfungen vermasselt. Otto: Na und? Bart:<besorgt> Und jetzt reden die davon, dass ich in der 4. sitzen bleibe, wenn ich mich nicht zusammenreiße. Otto: Weiter nichts? Hey, bleib ganz locker, Mann. Könnte sich rausstellen, dass dir nie was Besseres passiert ist. Ich bin auch in der 4. hängen geblieben. Zweimal. Und wie steh’ ich jetzt da? Mann, sieh mich an, ich fahr’ den Schulbus.
Während Bart in die Schule geht und im Klassenzimmer sitzt, geht ihm immer wieder die Worte des Schulpsychiaters durch den Kopf.
Bart: <denkend> Und ich fürchte mein Rat an Bart Simpson muss lauten: Wiederhol’ die 4. Klasse, die 4. Klasse, die 4. Klasse…
Danach sieht er, wie Mrs. Krabappel etwas an die Tafel schreibt. Seine Gedanken verfließen und er denkt, dass er in ein paar Jahren immer noch in der Schule sitzt.
Frau Krabappel: <krächzend> So Kinder, unser Thema ist heute die Weltliteratur. Wer kann mir sagen, wie der Pirat hieß in der Schatzinsel? Bart Simpson? Bart: Hör zu, Alte. Ich hab’n Magengeschwür, ’ne Frau, die mich wegen ’ner neuen Karre belatschert und brauch’ ’ne Wurzelbehandlung. Also nerven Sie mich nicht mit ihren blöden Piraten. Bart Junior:<flüsternd> Psst, Long John Silver.. Frau Krabappel:<aufgebracht> Ich hab’ das genau gehört, Bart Junior. Ihr kommt beide nach dem Unterricht zu mir ins Lehrerzimmer. Bart:<wütend> Argh, vielen Dank, mein Sohn.
Die Gedanken verflüchten sich wieder. Bart ist nun auf dem Pausenhof und bekommt einen Ball gegen den Kopf, der schließlich vor Martin rollt.
Bart:<rufend zu Martin> He, Sportsfreund! Ich sagte, hey Sportsfreund. Spiel uns den Ball zu, Einstein. Martin: Oh ja. Entschuldige, Bart. Ich bin mit den Regeln dieses Spiels nicht hinlänglich vertraut. Ich wollte mich nicht in den Spielablauf einmischen. [wirft den Ball zu Bart]
Daraufhin lachen ein paar Kinder Martin aus.
Martin:<unglücklich> Uh, also zurück zum Vorderdeck der Pycot. Bart:<rufend> He Martin. Martin:<ängstlich> Du hast deinen Ball wieder. Mit mehr kann ich dir nicht dienen. Bart: Ich brauch’ deine Hilfe, um versetzt zu werden. Martin: Ja, sicher fehlt dir jemand, damit du das Ziel der Klasse erreichst, aber ich versteh’ nicht, wieso ich derjenige sein soll? Bart: Weil ich dafür sorgen kann, dass die anderen Kinder dich nicht mehr auslachen. Martin:<traurig> Was wirklich? Die lachen mich aus? Ich hatte immer das Gefühl, dass ich bei ihnen recht beliebt wäre. Bart: Bist du gar nicht, pass auf. [schubst Martin, der daraufhin umfällt] Kinder:<lachend> Hahaha. Martin:<verdutzt> Ja und meine Schnell-Rechen-Künste, meine langen Jahre als Pausenaufsichtshabender, meine vielen Preisgekrönten Diagramme? Das alles bedeutet denen nichts? Bart: Willst du noch eine Demonstration? [schubst Martin erneut auf den Boden] Kinder:<lachend> Hahaha. Martin: Ja also gut, ich hab’ genau verstanden Bart. Bart: Also sind wir uns einig? [reicht Martin die Hand] Martin: Ja [gibt ihm ebenfalls die Hand]
Die Szene wechselt in das Haus der Simpsons. Bart und Martin gehen gerade die Treppe hinauf.
Martin: So, und jetzt werfen wir erstmal einen Blick auf deinen Arbeitsplatz. Bart:<fragend> Was heißt Arbeitsplatz? Martin: Dein Refugium der Ruhe, vor der Hektik des modernen Lebens. Bart: Achso. Mein Schreibtisch steht da drüben unter dem Gerümpel. [zeigt auf den Schreibtisch] Martin:<erschüttert> Oh. Nein, nein, nein, so gut das nicht. Wir müssen erst einmal das Zimmer aufräumen. Und dann brauchen wir ein paar Grünpflanzen hier. Kein Arbeitsplatz ist komplett, ohne das antiquariate Leben.
Das Bild wechselt vor den Schulbus. Dort steigen gerade Bart und Martin ein.
Bart:<genervt> Nein. Martin: Was nein? Bart: Nur Spinner setzten sich vorne hin. Von jetzt an, setzt du dich nach hinten. Und nicht nur im Bus. Das gilt auch für die Schule und für die Kirche. Martin:<fragend> Warum? Bart: Damit keiner sehen kann, was für ein Blödsinn du treibst. Martin: Oh ja, ich glaube, ich habe verstanden. Das potenzielle Pech steht im proportionalen umgekehrten Verhältnis zur Gesetzmäßigkeit des Lehrkörpers. [schreibt eine Formel auf ein Blatt, das er wiederum Bart zeigt] Bart: Genau, aber drück’ es nicht so überdeutlich aus.
Martin und Bart gehen in nach hinten. Danach wechselt das Bild. Bart macht Martin ein paar Tricks auf dem Fahrrad vor, die er nachmachen muss. Daraufhin wechselt die Kamera in Barts Zimmer. Dort ist alles sauber und geputzt. Bart zeigt Martin schließlich, wie er mit einer Steinschleuder Flaschen kaputt schießen kann. Anschließen soll Martin Comics und Bart Schulbücher lesen. Doch beide verstecken das jeweils andere des Anderen in ihren Büchern. Dann zeigt Bart Martin, wie man mit der Spraydose richtig umgeht, wie man Grimassen schneidet. Als Gegenleistung lernt nun Martin mit Bart.
Martin: Bald wirst du fähig sein, es mit einem richtigen Buch zu versuchen.
Bart, Martin und andere Kinder machen ein paar Streiche.
Alle:<lachend> Hahaha. Martin: Wer hätte gedacht, dass es so viel Spaß machen würde, einen Jungen ins Mädchenklo zu schubsen? Das Gekreisch, die Demütigung, die Tatsache, dass es nicht mir passiert ist. Ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt. Bart:<besorgt> Toll Martin, aber morgen ist die große Schreckensprüfung und ich habe noch nicht mal angefangen zu lernen… Martin: <unterbricht Bart> Wen interessiert die blöde Prüfung? Das ganze Leben ist eine Prüfung. Bart:<wütend> Hey, ich denke, wir haben eine Abmachung. Martin:<verrückt> Hahaha. Der Martin Prince aus deiner Abmachung existiert nicht mehr. Vorwärts, Jungs. Auf in den Spielsalon.
In Barts Zimmer. Er kritzelt in einem Buch herum.
Marge: Bart? Du solltest längst schlafen. Bart:<traurig> Oke. Es ist hoffnungslos, ach mein Gott.
Daraufhin kniet Bart vor dem Bett nieder und faltet die Hände.
Bart:<betend> Hör zu, Oldtimer. Ich schätze, die Straße ist hier zu Ende. Ich weiß ja, dass ich nicht immer artig war, aber, wenn ich morgen Früh in die Schule muss, dann fall’ ich durch und bleibe sitzen. Ich brauch noch einen einzigsten Tag zum lernen, my Lord. Ich brauche deine Hilfe
Lisa steht im Türrahmen und beobachtet, wie Bart betet.
Lisa:<zu sich> Beten ist die letzte Hoffnung des Schurken. Bart:<betend> Mach’n Lehrerstreik, ein Stromausfall, ein Blizzard, irgendwas damit die Schule ausfällt. Ich weiß, ich verlang da ’ne Menge, aber wenn jemand so was kann, dann bist du es. Besten Dank im Vorraus, dein Fan Bart Simpson.
Man sieht das Haus von außen. Als Bart sein Licht ausmacht, fällt plötzlich Schnee. Am nächsten Morgen.
Marge: Wach auf, Bart. Morgenstund hat Gold im Mund. Also komm schon aufstehen. Bart:<müde> Oh, nein. Marge: Komm her und seh dir den Schnee an. Bart:<plötzlich wach> Was? Wow, guten Morgen liebe Welt.
Bart rutscht auf dem Treppengeländer herunter und läuft in die Küche. Währenddessen hört man den Radio laufen.
Radio: Aufgepasst ihr Leute von Springfield. Hier ist die Bill & Martin Show. Der da ist Bill und der da ist Martin. Zwei ausgewachsene Männer, die sich freuen, wie die Kinder. Und weiß der Himmel, alle Kinder werden heute so flockig sein, wie wir. Elektritäts-, Gas –und Wasserwerke bleiben heute geschlossen. Vergiss das Kernkraftwerk nicht Bill, das bleibt auch zu. Homer:<jubelnd> Juhu, sehr gut. Radio: Und aufgepasst ihr jungen, eifrigen Musterschüler. Darauf habt ihr doch schon gewartet. Springfields Schulen…äh…ich kann es nicht richtig lesen, ich bin so aufgeregt…jaja Springfiels Schulen bleiben heute geschlossen. Bart:<jubelnd> Ja, sehr gut. Homer und Bart:<jubelnd> Jaaa..
Das Bild wechselt in eine Straße von Springfield. Alle kommen aus ihren Häusern und haben im Schnee Spaß. Im Haus der Simpsons freut sich Bart auch schon und möchte mit einem Schlitten unter dem Arm rausgehen.
Bart:<aufgeregt> Cowabanga Marge:<besorgt> Überanstreng dich nicht und mach auch mal ein Päuschen. Bart:<ängstlich> Hey?! Lisa: Ich habe dich gestern Abend gehört. Dafür hast du gebetet. Und dein Gebet wurde erhört. Ich bin keine Theologin, ich weiß nicht mal genau wer oder was Gott ist, ich weiß nur er ist stärker als Mum und Dad zusammen. Und du schuldest ihm ’ne Menge. Bart: Du hast Recht. Ich hab’ um dieses Wunder gebeten. Ich muss büffeln, Mann.
Bart geht die Treppe hoch in sein Zimmer. Dort sitzt er auf einem Stuhl.
Bart: Was entgeht mir den schon? Erfrorene Ohrläppchen, die blöden Schlittenhügel immer rauf und runter. Wofür soll denn das gut sein?
Bart schiebt die Gardine zur Seite und sieht nach draußen. Alle Springfielder haben Spaß.
Skinner:<glücklich lachend > Haha. Edna Krabappel: <fröhlich> So hab’ ich mich schon seit Jahren nicht mehr amüsiert.
Homer wirft Mr. Burns den Hut mit einem Schneeball vom Kopf.
Homer: Hehehe, hab’ ich sie erwischt Burnsie. Mr. Burns: Na, sie kleiner Racker. Vor einer Schneeballschlacht hab’ ich mich noch nie gedrückt. Smithers, ballern Sie ihm Eine. Mr. Smithers: Mit Vergnügen, Sir.
Bürgermeister Quimby hält eine Rede.
Quimby: Hiermit erkläre ich diesen Tag zum Feiertag. Wir nennen ihm Schneetag. Dem flockigsten „tralala“-Tag von Springfield.
Bart sieht, wie ganz Springfield Spaß hat und verbarrikadiert sich im Keller.
Bart: Kapitel 6: Philadelphia, der Kongress sah sich einer schweren Aufgabe gegenüber. Würden sich die Deligierten auf eine Empfehlung einigen im wohle aller Amerikaner…[denkt sich eine Versammlung] Willst du als einzigster sitzen bleiben [schlägt sich selber] Was soll das?
Die ganze Familie sieht aus einem Fenster, wie Bart sich verzweifelt schlägt, damit er sich konzentrieren kann. Danach wechselt das Bild in das Klassenzimmer. Alle geben gerade ihre Arbeiten zurück.
Martin: Bis neulich Mrs. Krabappel: Frau Krabappel: <zu Bart> Ich brauche jetzt deine Arbeit, Bart. Die Stunde ist zu Ende. Bart: Könnten Sie sich bitte gleich kontrollieren. Frau Krabappel:<genervt> Gut, ja meinetwegen. Dann mal her mit dem Rotstift. [nimmt einen Stift und streicht die Fehler an] Tja Bart, 59 Punkte, ungenügend. Bart:<traurig> Oh nein, ich kann es nicht fassen. Frau Krabappel: Ich weiß, ich weiß, noch ein Jahr mit dir zusammen. Das wird die Hölle. Bart:<schluchzend> Hihihi. Frau Krabappel: <verwundert> Bart, was ist denn los? Du musst du eigentlich längst daran gewöhnt sein, dass du alles versaust. Bart:<schluchzend> Nein, Sie verstehen das nicht. Diesmal hab ich’s echt versucht. Ich hab’ gearbeitet. Frau Krabappel: <tröstend> Nun weine mal nicht. Bart:<weinend> Ich habe mein Bestes gegeben und trotzdem versagt. Frau Krabappel:<aufmunternd> Naja 59 Punkte, das ist ein 5+. Bart:<weinend> Wem mach’ ich was vor? Ich bin ein echter Versager. Oh, jetzt weiß ich, was Georg Washington gefühlt hat, als er Vonnizze 1754 an die Franzosen übergeben musste. Frau Krabappel: <verdutzt> Was? Bart:<afugebracht> Naja 1754 die große Niederlage gegen die Franzosen. Frau Krabappel:<erfreut> Mein Gott, Bart, das ist richtig. Bart: Und? Frau Krabappel: Du hast gerade angewandtes Wissen demonstriert und angesichts der Schwierigkeit und relativen Unbekanntheit der Nemo-Technik verdienst du einen Zusatzpunkt für deine Arbeit. Hey, das ist nur fair. Bart: Sie meinen, ich komme durch? Frau Krabappel: Mit knapper Not. Bart:<fröhlich> Ich komme durch. Ich hab’ ’ne 4 Minus. Jaaa, ich komme durch. [steht auf und küsst Edna Krabappel beim vorbeigehen] Ich komme durch, ich komme durch, ich hab’ ’ne 4 Minus. Ich komme durch, ich komme durch, ich hab’ ’ne 4 Minus. [geht durch den Vordereingang raus] Ich hab’…Ich hab’ die Lehrerin geküsst. [ekelt sich und spuckt auf den Boden] Urgh.
Schließlich wechselt die Kamera in die Küche der Simpsons. Am Kühlschrank hängt Homer gerade Barts Arbeit an den Kühlschrank.
Homer: <erfreut> Wir sind stolz auf dich, Junge. Bart:<glücklich> Danke, Dad. Ein Teil von der 4 Minus geht auf’s Konto vom lieben Gott.